std.ee.ac — Wechselstrom

import std.ee.ac;

Blindwiderstände, komplexe Impedanz, Reihen-RLC mit Resonanz und Güte, Effektivwerte je Kurvenform, das Leistungsdreieck und die Blindleistungskompensation. Die komplexe Rechnung übernimmt std.complex — Impedanzen sind Cx-Werte.

std.ee Übersicht · std.ee.dc · std.complex


1. Blindwiderstand und Impedanz

Signatur Zweck
AcReactanceL(fHz: f64, lH: f64): f64 X_L = ωL
AcReactanceC(fHz: f64, cF: f64): f64 X_C = 1/(ωC)
AcImpedanceR(rOhm: f64): Cx rein reell
AcImpedanceL(fHz: f64, lH: f64): Cx +jωL
AcImpedanceC(fHz: f64, cF: f64): Cx −j/(ωC)
AcSeries(a: Cx, b: Cx): Cx Reihenschaltung
AcParallel(a: Cx, b: Cx): Cx Parallelschaltung
AcSeriesRLC(rOhm, lH, cF, fHz): Cx fertige Reihenschaltung
AcPhaseDeg(z: Cx): f64 Phasenwinkel in Grad
AcIsError(z: Cx): bool Fehlerprüfung auf einem Cx
 
Die Blindwiderstände haben verschiedene Vorzeichen: induktiv +jωL, kapazitiv −j/(ωC). Wer beide positiv einsetzt, bekommt bei der Reihenschaltung eine Impedanz, die mit der Frequenz steigt, statt ein Minimum zu durchlaufen — die Resonanz verschwindet spurlos aus der Rechnung. AcImpedanceL und AcImpedanceC setzen das Vorzeichen selbst.

2. Resonanz und Güte

Signatur Zweck
AcResonanceHz(lH: f64, cF: f64): f64 Thomson: f0 = 1/(2π√(LC))
AcQSeries(rOhm, lH, cF): f64 Güte der Reihenschaltung
AcQParallel(rOhm, lH, cF): f64 Güte der Parallelschaltung
AcBandwidthHz(f0Hz: f64, q: f64): f64 B = f0/Q

10 mH mit 100 nF ergeben AcResonanceHz(0.01, 100.0e-9) = 5032.9 Hz.

Reihen- und Parallelgüte sind nicht dasselbe und stehen deshalb als zwei Funktionen: bei der Reihenschaltung dämpft R (kleines R → hohe Güte), bei der Parallelschaltung ist es umgekehrt.


3. Effektivwerte

Signatur Kurvenform
AcRmsFromPeakSine(peak: f64): f64 Sinus: û/√2
AcRmsFromPeakSquare(peak: f64): f64 Rechteck: û
AcRmsFromPeakTriangle(peak: f64): f64 Dreieck: û/√3
AcPeakFromRmsSine(rms: f64): f64 Umkehrung für den Sinus
AcPeakToPeak(peak: f64): f64 · AcPeakFromPeakToPeak(pp: f64): f64 Spitze ↔ Spitze-Spitze
 
Scheitelwert durch √2 gilt nur für den Sinus. Wer die Sinusformel auf eine geschaltete Endstufe anwendet, unterschätzt die Verlustleistung erheblich: 325 V Spitze sind beim Sinus 229.81 V effektiv, beim Rechteck 325.00 V. Deshalb heißen die Funktionen ausdrücklich AcRmsFromPeakSine und nicht AcRms.

4. Leistung und Kompensation

Signatur Zweck
AcApparentPower(uRms, iRms): f64 Scheinleistung S = U·I
AcActivePower(sVA, phiRad): f64 Wirkleistung P = S·cos φ
AcReactivePower(sVA, phiRad): f64 Blindleistung Q = S·sin φ
AcPowerFactor(pW, sVA): f64 Leistungsfaktor λ = P/S
AcPowerFactorWithThd(cosPhi, thd): f64 λ aus cos φ und Klirrfaktor
AcCompensationFarad(pW, uRms, fHz, cosPhiIst, cosPhiSoll): f64 Kondensator, der cos φ von Ist auf Soll hebt
 
Leistungsfaktor ist nicht cos φ. Gleich sind sie nur bei rein sinusförmigem Strom. Hinter einem Gleichrichter oder Schaltnetzteil verzerrt der Strom, und dann ist λ = P/S deutlich kleiner als das cos φ der Grundschwingung. Beide Größen stehen hier getrennt, und AcPowerFactor verlangt S und P — nicht den Winkel. Wer den Klirrfaktor kennt, nimmt AcPowerFactorWithThd.

Letzte Aktualisierung: 2026-09-06 — Seite neu angelegt; erhoben aus std/ee/ac.lyx.